xxx X.
1/5
Frohe Weihnachten, Friedhofsverwaltung Niendorf!
Normalerweise schmücken die (erwachsenen) Kinder die Gräber ihrer verstorbenen Eltern. Ich kann das nicht, denn sie verweigern mir die Auskunft, auf welcher Stelle meine Eltern liegen. Sie haben meine eigene Mutter vor mir verheimlicht beerdigt. Sie sagten mir, sie würde an Tag X beerdigt werden, und als ich am Tag zuvor spürte, dass sie gerade beerdigt wird und ich deshalb bei Ihnen anrief, versicherten Sie mir erneut, sie würde an Tag X beerdigt. Doch an Tag X teilten Sie, liebe Friedhofsverwaltung, mir lapidar mit, man hätte meine Mutter nun doch schon am Tag zuvor beerdigt - also genau da, als ich angerufen hatte.
Und nun verweigern Sie mir die Auskunft, an welcher Stelle meine eigene Mutter liegt. Sie haben am Tag der wahren Beerdigung die gesamte Grabstätte vom Rasen „befreit“, sodass am Tag X nichts von der Beerdigung am Tag zuvor zu erkennen war. Warum? Heute ist Weihnachten. An welche Stelle soll ich das Grabgesteck für meine Mutter zu Weihnachten denn legen? Sie verweigern mir auch die Auskunft, wer aktuell der Grabnutzungsberechtigte zum Grab all meiner verstorbenen Verwandten ist, Sie als Friedhofsverwaltung verweigern mir die Auskunft, wer über das Grab all meiner Großeltern, meiner Eltern und meiner Tante bestimmt. Ihre Worte: „Das geht Sie nichts an.“
Danke, lieber Friedhof, für dieses „schöne“ Weihnachten, an dem ich nicht das Grab meiner Mutter schmücken kann, da Sie sie vor mir verheimlicht beerdigt haben, die Spuren zu ihrer Beerdigung beseitigt haben und mir nun die Auskunft zu ihrer Grabstelle verweigern.
Und all das völlig grundlos, ich habe mir nie etwas zuschulden kommen lassen!
Zudem beantrage ich hier vor aller Welt, dass Sie das richtige Beerdigungsdatum zu meiner Mutter in Ihre Akten eintragen und nicht das falsche Datum von Tag X, denn das ist nur ein Datum, dass Sie mir als Tochter fälschlich als Beerdigungsdatum genannt haben. Die Beerdigung fand am Tag zuvor statt.
Frohe Weihnachten, liebe Friedhofsverwaltung Niendorf!