Matthias H.
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Der Bau meines Traumhauses wurde zum Albtraum.
Die Marketingtexte auf der STONE-Homepage haben sich fĂŒr mich als inhaltsleere Phrasen erwiesen.
ResĂŒmee:
Unser persönlicher Einsatz konnte einiges verhindern. Gewisse Fehlleistungen sind irreparabel!
Aus erkenntnisreichen Erfahrungen können wir der STONE - Eigendiagnose nur beipflichten:
âEin Unternehmen ist nur so gut wie sein Team.â
STONE (damals DASCH) war in der Funktion des BaufĂŒhrers mit der baulichen Umsetzung meines Lebenstraums betraut.
BegrĂŒĂenswert fand ich, dass der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Dasch auch Teilhaber meines Generalunternehmers war, als sogenannter - bewĂ€hrter Partner - galt und ebenfalls auf besten Kundenservice setzte.
Nicht nur die beworbenen QualitĂ€tsbeteuerungen lieĂen mich mit Zuversicht dem Beginn der Bauarbeiten fĂŒr mein Wunschhaus entgegensehen. Ich glaubte, dass mich schlimme Erlebnisse, wie man sie aus diversen TV-Sendungen kennt und so manch Bauherr durchleidet, nicht ereilen werden.
Ich erkannte nicht sofort die MĂ€ngel, welche bereits zu Baubeginn entstanden.
Alsbald aber sagte mir mein Hausverstand, dass gewisse AusfĂŒhrungen nicht entsprechen können.
Aus beruflichen GrĂŒnden hatte ich nicht viel Zeit mich um die Baustelle zu kĂŒmmern; entgegen berechtigter Erwartung wurde der Bau nicht zum âSelbstlĂ€uferâ. Bald verlor ich jegliches Vertrauen in diese Firma. Ich bat meinen pensionierten Vater, die Baustelle öfters aufzusuchen.
Wir begannen im Internet zu recherchieren und externe Fachleute zu befragen.
Manche Fehlleistungen erkannten wir trotzdem erst nach Bauende.
1. Beim Durchforsten unseres reichhaltigen Fotoarchivs entdeckten wir zufĂ€llig die knapp an der GrundstĂŒcksgrenze liegende Erdgaszuleitung des Nachbarn. Sie wurde bei den Vorbereitungsarbeiten fĂŒr das Garagenfundament freigelegt.
Diese auf Sicherheit bedachte Firma verweist stolz auf ihre ISO-Zertifizierungen, missachtete aber die Pflicht, freigelegte Leitungen zu melden.
Kein Fachmann konnte diese in Augenschein nehmen und auf BeschĂ€digung prĂŒfen.
Beim Betonieren wurde zum Nachbarn hin auch nicht abgeschalt. Diese Leitung hat deshalb mit groĂer Sicherheit Kontakt zum Fundament.
2. Hinzu kommt, dass grundlegende Vorschriften der ĂNORM B 2205 â die auf 7 Bodenklassen verweist â missachtet wurden. Unglaublich, das Garagenfundament wurde auf durchwurzelten Humus aufgebracht. Die Wurzeln werden verfaulen; eine Setzung der Garage und Risse werden wohl die Konsequenzen sein.
3. Noch eine Steigerung. Das Fundament wurde insgesamt nicht auftragsgemÀà errichtet. Die Betonplatte scheint nicht bewehrt zu sein. Auf Anfrage erhielten wir keine Auskunft. Mit einem MetallsuchgerÀt konnten wir keinen Baustahl feststellen. Soviel zur beworbenen Langlebigkeit.
4. STONE beteuert, den Kunden mit Respekt zu begegnen. Die Baubehörde verlangte eine BestĂ€tigung ĂŒber die statische Unbedenklichkeit eines TrĂ€gers, der die Garage der LĂ€nge nach ĂŒberspannt. Wir ersuchten STONE uns gewisse Inhalte dieses Dokuments zu erklĂ€ren; keine Reaktion trotz höflichem Ersuchen.
5. Trotz ISO 9001 QualitÀtsmanagement-Zertifizierung:
Am Boden des Kellers stand zentimeterhoch Schmelzwasser. 3 Tage nach dem Abschöpfen wurde die noch nasse Fundamentplatte geflÀmmt. Bereits nach 2 Wochen wölbte sich die FlÀmmpappe auf. Nach weiteren 2 Wochen schnitt mein Vater gegen den Willen der Bauleitung, aber in deren Anwesenheit, die Pappe auf; Wasser stand darunter! Erst nach einer weiteren Woche wurde diese entfernt. Normalerweise unmöglich, aber sie konnte wie einen Teppich eingerollt werden.
6. Estrich extrem mangelhaft; als gĂ€be es keine Normen fĂŒr Ebenheits- und Winkeltoleranzen. Wir benötigten 3 Tonnen Ausgleichsmasse! Im Erdgeschoss wurde die MindeststĂ€rke teilweise stark unterschritten.
Die gebĂŒrsteten Holzfenster und TĂŒren wurden stark verschmutzt, weil nicht abgeklebt.
7. Dicke BewehrungsstĂ€hle in der Attika, erforderlich fĂŒr die weit auskragende Betondecke, wurden durchschnitten um darunter einen Regenrohrdurchbruch herzustellen.
Alle Fehlleistungen hier aufzufĂŒhren wĂŒrde diesen Rahmen bei Weitem sprengen.